Unsere Wandergruppe war mit zehn motivierten Vereinsmitgliedern vertreten.
Am Anreisetag trafen wir uns in Mariánská bei Sankt Joachimsthal, um eine von Gabi geplante Begrüßungsrunde zu laufen. Bei bestem Wetter bestiegen wir den Wolfsrücken und genossen die herrliche Aussicht zum Pleßberg, einem bekannten Skigebiet im böhmischen Erzgebirge. Nach dem Bezug unserer Unterkunft in der Naturbaude "Eschenhof" verbrachten wir den Abend bei interessanten Gesprächen in gemütlicher Runde.
Am nächsten Morgen fuhren wir bei Regen mit dem Eurando-Bus nach Neudeck. Dort erwartete uns – zur Überraschung aller – strahlender Sonnenschein. Nach der Begrüßung durch den Bürgermeister zogen wir dennoch unsere Regenmäntel über und wanderten auf dem längsten Kreuzweg des Erzgebirges stetig bergan. Der Regen hatte jedoch bald keine Lust mehr, uns zu ärgern. Bei schönem Wanderwetter erklommen wir den Aussichtsturm Pajndl. Die Rückfahrt erfolgte mit der Bahn, sodass wir in Neudeck noch einen kurzen Stadtrundgang unternehmen konnten. Zurück in Oberwiesenthal ließen wir den Abend in der Baude bei gutem Essen und gemeinsamer Zeit ausklingen.
Am dritten Tag brachte uns der Wanderbus nach Platten. Von dort wanderten wir auf dem Weg der Exulanten nach Breitenbach. Dieses Mal begleitete uns ein deutscher Wanderleiter, wodurch die Gespräche intensiver wurden. Ein besonderer Höhepunkt war das Treffen mit dem Revierförster in Oberjugel, der uns einige Kilometer begleitete. Er erläuterte den Waldumbau und die Ursachen der Fichten-Monokultur im Gebirge – und fand aufmerksame, interessierte Zuhörer. Nach einem gemütlichen Kaffeetrinken in Breitenbach brachte uns der Bus wieder nach Oberwiesenthal. Der Abend verlief wie die vorherigen: gesellig und angenehm.
Für unseren letzten Tag hatte Gundula eine Abschiedswanderung ab der Vierenstraße ins Hochmoor der Siebensäure vorbereitet. Dazu mussten rund 150 Höhenmeter überwunden werden, doch der Besuch des Moores lohnte sich. Nach der Mittagsrast in der Gaststätte Siebensäure und dem Rückweg über Neudorf zum Auto verabschiedeten wir uns voneinander.
Unser Fazit: Es waren vier sehr interessante, abwechslungsreiche und sportliche Tage.
Karl Lämmer