Am ersten Morgen, nach einem gemeinsamen Frühstück, ging es schon zum Klettern an den Fels. Geklettert wurden einige Routen im 4. und 5. Grad im Sektor „Accanto al Muro“ und „Il Giardino dell’Eden“. Besonders schön waren „Macho“ (5c) und „Hot Discussion“ (5a). So verbrachten wir den Tag bei frühsommerlichem Wetter, das vor allem um die Mittagszeit schon ziemlich warm für uns gewesen ist. Zum Abend wurde gemeinsam gekocht und gegessen. Danach saßen wir vor den Hütten beisammen und schmiedeten den Plan, wo am nächsten Tag geklettert werden sollte.
Der zweite Klettertag führte uns zum Sektor „Seagull“. Gleich in seiner ersten Route hatte Gregor hier mit einem Wespenschwarm zu kämpfen. Die Wespen hatten ihr Nest in der Felswand nahe seiner Kletterroute. Nur schnelles Ablassen und das Zurücklassen eines Karabiners konnten hier wohl eine Attacke verhindern. Nach dem Schreck klettern wir noch gemeinsam zwei Routen an dieser Wand und erfrischten uns danach in der Badebucht am Meer. Das Wasser war mit ca. 18 °C noch recht kalt, aber eine kurze Schwimmrunde zur Erfrischung musste sein. Am Nachmittag besuchten wir den nahegelegenen Badeort San Vito mit seinem herrlichen hellen Sandstrand und türkisblauem Wasser in der großen Bucht. Dieses Mal ging es aber nur mit den Füßen ins Meer.
Der dritte Tag war noch einmal dem Klettern gewidmet. Wir wählten den Sektor „Potella delle Vacce“. Hier kletterten wir einige neue Routen und wiederholten auch einige, die schon von früheren Reisen bekannt waren. Sehr schön griffig und rau – und auch irgendwie recht leicht war „For Anna Maria“ (5b). Ziemlich schwierig hingegen die senkrechte und kleingriffige Route „Fay is the Boss“ (6a).