Endlich wieder klettern − diesmal im schönen Donautal

21.05.2025

In der vorletzten Maiwoche dieses Jahres war es wieder soweit. Wir fahren klettern! Leider konnten wir unser verlängertes Wochenende wegen zu kaltem Wetter nicht wie geplant am Stripsenjochhaus im Kaisergebirge stattfinden lassen. Wir – das sind Sassi, Jörg, Jens und ich. So fuhren wir ins schwäbische Donautal Nähe Sigmaringen zu den Hausener Zinnen und zum schönen Wetter.

In der vorletzten Maiwoche dieses Jahres war es wieder soweit. Wir fahren klettern! Leider konnten wir unser verlängertes Wochenende wegen zu kaltem Wetter nicht wie geplant am Stripsenjochhaus im Kaisergebirge stattfinden lassen. Wir – das sind Sassi, Jörg, Jens und ich. So fuhren wir ins schwäbische Donautal Nähe Sigmaringen zu den Hausener Zinnen und zum schönen Wetter. Damit die Fahrt dahin nicht zu lang wird und die Männer nicht solange ohne Klettern auskommen mussten, legten wir noch einen Stopp in Franken ein. So begann unser erster Urlaubstag sehr gut. Dort wurden wir in Betzenstein am Dreistaffelfels mit schönen Routen im einsamen Wald belohnt und mit einer tollen Übernachtung im fränkischen Gasthof. Das leckere fränkische Essen und die frühmorgendliche Marmeladenverkostung waren kaum zu toppen.

Am nächsten Tag fuhren wir weiter Richtung Donautal und konnten sogar noch einen Sightseeing - Trip in Ulm einlegen. Es war also auch an Kultur gedacht! Wir sahen das Fischerviertel und bestiegen das Ulmer Münster fast bis in den letzten Winkel. Es ist der höchste Kirchturm der Welt mit 161 m. So war auch ans Klettern gedacht. 

Am Abend im schönen Donautal angekommen, machten wir Station im Landgasthof Bahnhof in Beuron/Hausen im Tal. Eine bessere Wahl konnte Jens (unser Organisator) nicht treffen. An dieser Stelle sei ihm für seine unermüdliche Planung gedankt. Ein freundlicher Empfang in stilvoll und heimisch eingerichteten Räumen entschädigt für so manche längere Autofahrt.

Aber genug der Vorrede. Am nächsten Morgen ging es an die Wand (nach fantastischem Frühstück mit eigens kreiertem Porridge − Sassi, du erinnerst dich bestimmt!). Wir begannen am Stuhlfels bei herrlichem Wetter mit den Mehrseillängen. Wir bekletterten den Irisweg (4/4), den letzten Mohikaner (5+/6-) und den Südostpfeiler (4/5/4). Zum Glück hatten wir vor Ort einheimische Unterstützung am Wandfuß. Die alteingesessenen Kletternachbarn gaben so manche Tipps. So auch zu mir im Nachstieg: "Nimm mal den 'gelben' Keil mit, den wird Jens beim Einstieg der 2. Seillänge gut gebrauchen können!". Am Gipfel wurden wir mit einer grandiosen Aussicht belohnt.

Nach dem Abstieg ging es am Übungsfelsen weiter. Hier konnten alle den Vorstieg üben und auch Schwereres, wie zum Beispiel den Mittelpfeiler rechts (6-).

Am zweiten Klettertag starteten wir an den Hausener Felsen am Verlobungsfels mit den Routen Mitte (5), schräge Musik (6+), rechte Verschneidung (4+). Nach kurzer Pause und Picknick kletterten wir am Fuchsfels unter anderem die kleine Kante (6) und den Knotenweg (6+/4). Da waren sogar die Männer zufrieden!

Nach den Anstrengungen des Tages ließen wir die Abende bei Spiel und Essen im Landgasthof ausklingen. Das letzte Highlight unseres Ausflugs war am Abreisemorgen Sassis Geburtstag.

Die Gastfrau und wir ließen nichts unversucht, um es für Sassi und uns zu einem hoffentlich unvergessenen Frühstück werden zu lassen. Ich sage nur – GELBWURST! Danach machten wir uns auf den Heimweg. Die wunderschönen Erinnerungen blieben! Viele Grüße aus dem Donautal! Wir kommen gern wieder!

Carina Harras