Das Wetter macht es uns Wanderern manchmal nicht leicht.
Marion hatte für den 15.01. zu einer Tour zwischen Stadtroda und Tröbnitz eingeladen. Da die Möglichkeit bestand nach 9km Schluss zu machen oder weiter zu laufen, also für jeden etwas dabei war, fanden sich auch viele Wanderer auf dem Bahnhof in Stadtroda ein.
Ob des Wetters und der vermeintlich sehr matschigen Wege, entschloss sich Marion die Tour in der umgekehrten Richtung zu laufen. Auf befestigten Wegen, wie sie ankündigte. Es ging`s erst den Radweg entlang. Aber der bog in die Stadt ab und wir nahmen den Weg am Hang. Eine Rutschpartie war sicher. Als wir die völlig vereiste Treppe runter zur Roda erreicht hatten, wollte Marion am Hang bleiben. Aber das war eine Sackgasse. Also zurück zur Treppe. Zum Glück hatte diese ein stabiles Geländer. Mehr hangelnd als laufend kamen wir unten an.
Unten ging´s dann erst einmal auf geräumten Wegen. Aber wer will schon Straße laufen. Marion führte uns auf Wegen die nur sie kannte, bergauf und durch den Wald. Das war ein schöner Weg. Aber irgendwo mussten wir auch wieder runter. Das Dilemma war, dass auch der Forst unterwegs war und den Schnee zu einer wunderbaren Eisfläche festgefahren hatte. Also rutsch rutsch bergab.
In Tröbnitz hatten wir wieder festen Boden unter den Füßen und es war nicht mehr weit bis zur Einkehr. Dort gelandet haben wir alle durchgeatmet. Es gab keinen Unfall, keiner ist hingefallen, nicht mal auf den Po. Rückblickend betrachtet ein Wunder.
Für die Mehrheit war die sehr anstrengende Tour in der Gaststätte zu Ende.
Aber ein kleines wanderfreudiges Häufchen wollte unbedingt zurück laufen. Und Marion hat natürlich die Führung übernommen. Das pittoreske Dorf Tissa mit seinem schönen Pauseplatz, Backofen und beleuchtetem Brunnen war sehenswert. Über den Maibaum, der mitten im Dorfteich stand, haben wir uns schon gewundert. Auf Marions Schleichwegen ging es zurück nach Stadtroda.
Vielen Dank Marion für die schöne Tour.
Ursula Weisensee