Kletterabenteuer in Österreich

19.07.2025

Wir, Stefan, Uwe und Paul machten ein Kletterabenteuer in Österreich. Wir übernachteten auf der von Schmidt Zabierow Hütte und unternahmen viele Tolle ausflüge. Klettern, Wandern und Höhlen unternahmen wir.

Kletterabenteuer in Österreich 


Am frühen Sonntagmorgen startete unser lang ersehnter Klettertrip. Um 6 Uhr ging es los - zunächst zu Uwe, mit dem wir, Stefan und Paul, gemeinsam nach Österreich fuhren. Am Parkplatz der Hütte angekommen, begann der Aufstieg mit schwerem Gepäck bei fast 30 Grad. Die Route war mit drei Stunden angegeben, doch durch die Hitze, das Gewicht unserer Rucksäcke und schließlich ein plötzliches Gewitter dauerte es deutlich länger. Klatschnass, aber erleichtert erreichten wir schließlich die Hütte, wo uns das freundliche Hüttenteam mit einem fantastischen Vier – Gänge - Menü und ordentlich Bier empfing. Nach einem gemütlichen Abend mit Gesprächen über bevorstehende Touren und einem kleinen Abendspaziergang gingen wir früh im Matratzenlager schlafen - die Erschöpfung war bei allen spürbar. 

Am nächsten Morgen begrüßte uns Regen. Nach einer Nacht ohne viel Schlaf durch die Geräuschkulissen von Stefan hat sich der Morgen so hergezogen. Erst gegen Mittag klarte der Himmel auf, und wir machten uns auf den Weg zur Kletterroute "Pippifax" - eine Tour mit sieben Seillängen. Uwe zeigte uns Alpineinsteigern alle wichtigen Techniken: den Aufbau eines Standplatzes, Klettern mit Zwilling- und Halbseilen und das Nachsichern. Paul stieg als Erster vor. Doch kaum hatten wir den ersten Standplatz erreicht, zwang uns ein neuerlicher Regenschauer zum Abbruch. Wir seilten über unsere Halbseile ab und kehrten zurück zur Hütte.

Trotz des Wetterpechs ließen wir uns den Tag nicht verderben. Wir gingen zu den Übungsklettersteigen. Nach der Überquerung einer Seilbrücke wagten wir uns an einen Klettersteig der Schwierigkeit E, herausfordernd aber machbar. Nach einem weiteren köstlichen Abendessen drehten wir einen Verdauungsspaziergang, bevor wir erschöpft, aber zufrieden in unsere Schlafsäcke krochen.

Der dritte Tag brachte zumindest teilweise Wetterglück. Für eine komplette Klettertour reichte die Zeit nicht, daher entschieden wir uns für den Klettersteig "Kalter Hund" (Schwierigkeit D). Der lange Zustieg und einige knifflige Passagen forderten uns erneut, doch wir meisterten auch diesen Steig. Der Abstieg erfolgte im Regen über einen alten, teils ausgesetzten Klettersteig. 

Nach einer kurzen Verschnaufpause machten wir uns noch auf den Weg zur nahegelegenen Kreuzhöhle - ein faszinierendes Naturwunder mit einer Tiefe von bis zu 800 Metern. Die Höhlensuche begeisterte uns alle, doch leider blieb die Höhle versteckt. 

Am vierten Tag war das Wetter endlich auf unserer Seite. Wir nutzten die Gelegenheit, um das Projekt vom ersten Tag zu beenden. Diesmal stieg Stefan alle sieben Seillängen der "Pippifax"-Route vor – eine abwechslungsreiche Tour mit Quergängen, einem Überhang und einer steilen Platte am Ende. Wegen einer langsamen Seilschaft vor uns brauchten wir zwar länger als geplant, kamen aber rechtzeitig zum Kletterabenteuer in Österreich Abendessen zurück. Ein toller Erfolg! 

Unsere Königsetappe war für Tag fünf geplant: "Hitzefrei", eine 13 Seillängen lange Tour mit 700 Höhenmetern durch die imposante Nordwand auf das westliche Reifhorn. Die Bewertung: eine solide 5-, jedoch mit alpinem Charakter. 

Leider machte uns das Wetter erneut einen Strich durch die Rechnung. Erst am Mittag konnten wir los. Nach über einer Stunde Suchen fanden wir endlich den Einstieg. Paul stieg vor, doch nach 40 Metern fand er keinen Standplatz. Als dann auch noch Regen einsetzte und die Temperaturen fielen, improvisierte er einen Notstand an einem Bohrhaken. Stefan kam nach, doch die Entscheidung war klar: Abbruch. Schnell und sicher bauten wir eine Notabseilung, seilten ab und stiegen über rutschige Felsen und Geröllfelder zurück zur Hütte - durchnässt, aber sicher.

Trotz der Strapazen sammelten wir noch Steine für Uwe, der daraus für uns Klettergriffe bauen will – eine schöne Erinnerung an diesen besonderen Trip. 

In den kommenden Stunden war unser treuester Begleiter der Trockenraum - er wurde täglich beansprucht. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir in der Hütte, spielten Skat (Stefan lernte es innerhalb weniger Tage!) und genossen abends ein riesiges Schnitzel als würdigen Abschluss. 

Am fünften und letzten Tag hieß es Abschied nehmen. Die Sonne brannte erneut, der Abstieg war schweißtreibend - aber alle kamen heil unten an. Wir blicken zurück auf eine Woche voller neuer Erfahrungen, Freundschaften, Herausforderungen und kleiner Triumphe. Besonders Paul und Stefan konnten enorm viel dazulernen, vor allem in alpiner Klettertechnik. 

Trotz des wechselhaften Wetters haben wir das Beste aus jedem Tag gemacht - und haben noch längst nicht alles geschafft. Die Route "Hitzefrei" bleibt ein offenes Projekt für nächstes Jahr. Die Schmidt-Zabierow-Hütte bietet nicht nur kurze Zustiege zu unzähligen Kletterrouten für Anfänger und Fortgeschrittene, sondern auch eine unvergleichlich schöne Kulisse für jede Art von Bergabenteuer - selbst bei Regen. 


Wir kommen wieder. Ganz sicher.